Skisafari Banff, Lake Louise und Kicking Horse

Endlich, 5 Tage frei am Stück. Da meine Freundin für 2 Wochen zu Besuch kommt muss ich nur am Wochenende in der Skischule arbeiten und habe von Montag bis Freitag frei. Nachdem die letzten Wochen in der Skischule etwas stressig waren freue ich mich sehr auf diese Zeit.
Am Montagabend hole ich meine Freundin am Flughafen in Calgary ab und wir fahren direkt weiter in den Banff Nationalpark und verbringen zwei Nächte in Banff.

 

Am Dienstag geht’s nach Sunshine Village zum Skifahren. Sunshine ist nur etwa 15 km von Banff entfernt und man kann es bequem mit dem Shuttleservice oder dem Auto erreichen. Sunshine macht an diesem Tag seinem Namen aller Ehre und wir haben Sonnenschein von früh bis spät. Ein echt genialer Skitag. Im oberen Bereich ist der Schnee pulvrig und griffig. Leider hat es seit über einer Woche nicht mehr geschneit und deshalb finden wir nur noch wenig unverspurten Schnee. Macht aber nichts, da Sunshine Village auch einige sehr gute Pisten zu bieten hat. Vor allem die Pisten rund um den Lookout Mountain sind an diesem Tag in einem super Zustand und die Aussicht auf die Rockies ist atemberaubend. Von hier aus hat man auch Zugang zum „Delirium Dive“, dem anspruchsvollsten Freeridebereich in diesem Skiresort. Leider ist der „Delirium Dive“ geschlossen und wir können es nicht ausprobieren.
Mehr Bilder von „Sunshine-Village“ gibt’s hier.20150116-Sunshine1

 

Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Lake Louise. Auf der Fahrt dorthin sind wir schon sehr gespannt was das Skigebiet zu bieten hat, immerhin ist es ja eines der berühmtesten Skigebiete in Nordamerika. Nachdem sich die Wolken aufgelöst haben können wir einen weiteren Tag mit strahlendblauem Himmel genießen. Das Skigebiet ist wirklich super und alle unsere Erwartungen wurden erfüllt. Es gibt sehr gut präparierte Pisten und die Freerideabfahrten sind top zudem bietet es einige gute Einstiegsmöglichkeiten ins Backcountry.

Leider ist es auch hier schon einige Tage her, dass es das letzte Mal geschneit hat, deshalb können wir nur noch ein paar Schwünge im verspurten Gelände machen. Bei der Aussicht und der Vielfalt an Abfahrten macht es aber trotzdem riesen Spaß 🙂 Das genialste ist aber, dass hier unter der Woche nur sehr wenige Leute auf der Piste sind und wir haben die meisten Abfahrten für uns alleine. Das ist echter Luxus und mit unseren Gebieten in den Alpen nicht vergleichbar. Ich finde Lake Louise ist ein absolutes Muss ist für einen Skiurlaub in Kanada. Mehr Bilder gibt’s hier.

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Den letzten Tag der Skisafari verbringen wir im Skiresort Kicking Horse. Als wir am Morgen in Kicking Horse ankommen sieht das Wetter nicht wirklich gut aus. Dicker Nebel und nasskalt. Die Auffahrt mit der Gondel bringt jedoch eine Überraschung: Im oberen Drittel des Berges scheint die Sonne. Glück gehabt 🙂

Kicking Horse ist fast ein reinrassiges Freeridegebiet. Präparierte Pisten gibt es nur sehr wenige. Die Abfahrten lassen aber jedes Freeriderherz höher schlagen. Es gibt hier zahlreiche Shots und wirklich steiles Gelände. Das macht auch Spaß ohne tiefem Powder 😉
Hier gibt’s mehr Bilder.

 

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-25 °C: „Frostbite Warning“

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-26 °C hat das Thermometer heute Morgen angezeigt als ich zum Skigebiet rausgefahren bin. Für mich fühlt sich das wirklich verdammt kalt an. Mittlerweile habe ich schon mit vielen Kanadiern über das Wetter gesprochen. Ich hatte einige Gäste aus der Provinz Saskatchewan. Diese Provinz ist östlich von British Columbia. Hier herrschen im Winter regelmäßig Temperaturen von bis zu – 50 °C. Für mich sind solche Temperaturen unvorstellbar. Als ich ihnen erzählt habe, dass wir vor 2 Jahren auch mal über eine Woche lang Temperaturen von -20 °C hatten haben sie nur gelacht 🙂

Von der Skischulleitung haben wir Skilehrer heute strikte Anweisung bekommen. Besonders bei den Kinderkursen müssen wir sehr vorsichtig sein und bei ersten Anzeichen von Erfrierungen sofort die Skipatrol aufsuchen. Wir müssen außerdem darauf achten, dass alle Körperteile bedeckt sind vor allem auch das Gesicht. Nach spätestens einer Stunde machen die meisten Kurse eine Pause und wärmen sich drinnen auf. Ich hatte leider besonders abgehärtete kanadische Gäste. Ihnen macht die Kälte nichts aus … Umso mehr freue ich mich heute Abend auf eine heiße Dusche.

Die nächsten Tage sollen die Temperaturen wieder etwas ansteigen und auch etwas Neuschnee dazukommen.

 

Ride the „Knot Chutes“

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Ein kurzer Aufstieg und anschließen drei geniale Rinnen zur Auswahl, was will man mehr 😉 Vorsichtig sollte man beim Kliff sein. Fährt man bei der ersten Rinne geradeaus steht man direkt vor einem Kliff. Das Kliff ist nur bei ausreichender Schneelage befahrbar.

Man fährt mit dem Whitepass Quad nach oben und quert dann nach rechts. Dann heißt es Ski abschnallen und nach einem kurzen Aufstieg erreicht man den Startpunkt. Die Stufen für den Aufstieg werden von der Skipatrol (Bergwacht) angelegt. Wahnsinn oder??